Das Shetlandpony ist ein Pferd mit ganz großem Spaßfaktor. Gerade als Fahrpony ist es auch für Erwachsene geeignet. Ein gut trainiertes Shetty zieht auf ebener Strecke das Doppelte seines Gewichtes. Wenn man ein Durchschnittsgewicht von 170 kg annimmt, dann kann man sich ausrechnen, was ein bzw. zwei Shettys ziehen können. In Relation zu seiner Größe ist es das stärkste Pferd der Welt.

Es macht ihm nichts aus, wenn man aus Zeitmangel nur am Wochenende anspannt, vorausgesetzt man macht keine Marathonfahrten und das Pony steht nicht den Rest der Woche im Stall.

Es verzeiht auch ungeübteren Fahrern kleine Fehler, durch seine geringe Größe macht es keine Angst und am allerwichtigsten, es zaubert allen denen man begegnet ein Lächeln auf das Gesicht.

Natürlich ist es auch für Kinder gut geeignet. Allerdings möchte ich hier ausdrücklich betonen, ein Shetty ist zwar ein kleines Pferd, aber es ist trotzdem ein Pferd und braucht die gleiche konsequente Ausbildung und Erziehung wie ein Großpferd. Es ist ganz sicher nicht geeignet, den Kindern ohne Aufsicht und Anleitung überlassen zu werden. Es hat Kraft ohne Ende und ist obendrein auch noch sehr klug. Wenn es die Chance sieht, sich durchzusetzen, dann tut es das auch.

Unsere Ponys kennen alle den Umgang mit Kindern, auch mit kleinen Kindern. Keines schlägt oder beißt. Aber so etwas muß trainiert werden. Und trotzdem würde ich kleinere Kinder nie aus den Augen lassen, wenn sie mit meinen Ponys umgehen.

Wenn man das alles beachtet, dann ist ein Shetlandpony eine ganz große Bereicherung für die ganze Familie.

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Das Shetlandpony kommt ursprünglich von den Shetlandinseln. Sie wurden während der industriellen Revolution auf das britische Festland gebracht und dort im Bergbau unter TageGrubenponies eingesetzt. Heute erfreuen sich die robusten Ponys als erste Reitpferde für Kinder sowie als kräftige und ausdauernde Fahrpferde großer Beliebtheit. als

Exterieur

Das Shetlandpony hat einen verhältnismäßig großen Kopf mit breiter Stirn, fast quadratischem Maul, großen Nüstern und kleinen Ohren auf einem kräftigen Hals. Die Beine sind kurz und kräftig, mit klaren Gelenken und harten Hufen. Es besitzt einen dichten Schweif, eine dichte Mähne und einen dichten Schopf, zudem hat es im Winter ein dichtes und dickes Fell und hat zudem noch dichten Behang an Fesseln und Unterkiefer. Das Shetlandpony soll maximal 107 cm groß werden, das Minishetty lediglich 87 cm. Abzeichen sind selten. Alle Farben außer Tigerschecken sind zugelassen.Zuchtgeschichte

Das Shetlandpony stammt von der aus 117 Inseln bestehenden Gruppe der Shetlandinseln. Die Inseln haben ein extrem maritim geprägtes feuchtes Klima mit gemäß an der geografischen Breite vergleichsweise milden Wintern und kühlen Sommern. Starkregenfälle, Stürme und Nebel sind allerdings sehr häufig. Infolge der ungünstigen Klima- und Bodenverhältnisse fand auf den Inseln eine Auslese statt, die zu kleinen widerstandsfähigen Ponys führte. In der Eiszeit waren die Inseln wegen des damals etwa 100m niedrigeren Meeresspiegels untereinander verbunden, hatten jedoch keine Verbindung zum Festland. Deshalb sind von den Shetlands auch keine Wildpferdfunde bekannt. Urzeitliche Menschen siedelten sich aus demselben Grund nicht an. Seit der Steinzeit sind die Shetlandinseln bewohnt. Die ersten Pferde wurden vermutlich von den "Picten" eingeführt, die seit etwa 500 vor Christus nach Schottland kamen. Sie waren nach Abbildungen aus jener Zeit sehr unterschiedlich, teilweise sehr edel und größer als das Shetlandpony und wurden häufig im Tölt abgebildet.

In der Altsteinzeit waren in Nordostschottland (Caithness) Wildpferde vom Shetlandponytyp weit verbreitet. Zur Zeit der römischen Besetzung (1.–4. Jahrhundert vor Chr.) war ein im Typ des Shetlandpony stehendes Zwergpferd in Schottland weit verbreitet. Sehr wahrscheinlich stammen die Shetlandponys von diesen Schottischen Zwergpferden ab. Jedenfalls ist nachgewiesen, daß schon in vornormannischer Zeit Pferde auf den Shetlandinseln vorhanden waren. Ponys aus der Früheisenzeit waren unter 102 cm groß. Als die norwegisch/dänischen Normannen die Shetlandinseln zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert eroberten, brachten sie auch größere Pferde aus ihrer Heimat mit, deren Einfluss im modernen Schetlandpony aber nicht mehr zu erkennen ist. Die damaligen Ponys waren teilweise über 112cm groß.

Im Mittelalter waren die Shetlandponys unter dem Begriff Sheltties bekannt. Etwa 1700 waren sie 91–102 cm groß, die kleinsten lebten auf den nördlichen Inseln Yell und Ulst. Eine Bedeutung außerhalb der Inselgruppe hatten diese Ponys zunächst nicht. Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden sie wegen ihrer geringen Größe als Grubenpferde eingesetzt. Die Preise stiegen deshalb zwischen 1840 und 1890 von 5£ auf 35£.

Bis etwa 1950 ist die Shetlandponyzucht frei von fremden Bluteinflüssen geblieben. Da die größeren Ponys sich besser verkaufen ließen, verblieben die kleineren Ponys als Zuchtbasis auf der Insel. Das führte dazu, daß die Ponys 1940 kleiner waren, als sie 1910 gewesen waren. Um 1950 herum wurden deshalb mehrere größere Pferde eingeführt, um diesen Trend entgegenzuwirken. Die Nachzucht ging meist ein, da ihre Konstitution nicht hart genug für das Klima war. Ausnahmen von dieser Regel sind der Sumburgh-Stamm und der Fetlar-Stamm. Auf der Halbinsel Sumburgh, die zur Hauptinsel Mainland gehört, entstand durch die Einkreuzung von Norwegischen Fiordpferden der Sumburgh-Stamm mit einer Widerristhöhe von etwa 130 cm. Der elegantere und schnellere Fetlar-Stamm der Insel Fetlar mit einer Widerristhöhe von etwa 125cm entstand dadurch, daß ein Mustanghengst und ein Araber erfolgreich eingekreuzt wurden.

Lord Londonderry begann 1870 auf dem Gestüt Bressay den ursprünglichen Typ des Shetlandponys planmäßig weiterzuzüchten. Sein Gestüt wurde 1899 aufgelöst, die Tiere blieben aber der Shetlandponyzucht erhalten. Ponys aus dieser Zucht bildeten die Grundlage zahlreicher Reinzuchten außerhalb der Shetlandinseln.

Das Stutbuch der Shetland Pony Stud Book Society wurde 1890 begründet und 1971 geschlossen, seitdem wird in Reinzucht weitergezüchtet.

Quelle: Wikipedia