Julchen und Kids


Anfang April 2009 erschien eines Tages eine kleine schwarze Katze bei uns auf dem Hof. Ich kannte dieses kleine Persönchen schon, denn sie gehörte eigentlich auf einen Bauernhof im Dorf.

Aber Julchen, so nannte ich sie passend zu Romeo, hatte beschlossen von nun an bei uns zu wohnen. Davon hielt sie auch die wenig katzenfreundliche Lucy nicht ab.

Wer Katzen kennt weiß, daß man sie von so einer Entscheidung eigentlich nicht mehr abbringt.

Sie bezog unseren Heu- und Strohboden und war da.

Ein bißchen wunderte ich mich schon darüber, aber nach kurzer Zeit wurde mir klar, was der Grund für ihren Umzug gewesen war. Ihr Bauch rundete sich deutlich und da begann ich sie zu füttern.

Na Klasse, ich, die eigentlich gar keine Katze mehr haben wollte, stand kurz davor eine ganze Menge zu haben.

Am 24. April 2009 wurden die Kätzchen geboren, deutlich zu sehen an der über Nacht wieder rank und schlank gewordenen Julchen.

Vier Wochen blieben die Babys verschwunden, gut versteckt hinter riesigen Strohbergen.

Als ich dann aber anfing oben auf dem Boden Futter hinzustellen, lockte Julchen ihre Kinder heraus. Und sie begannen zu fressen. Es waren vier Stück, zwei schwarze und zwei getigerte. Eine Katze und drei Kater.

Es war mir ganz wichtig, die Kleinen zahm zu bekommen, denn nur so hatte ich eine Chance sie gut zu vermitteln.

Nach und nach stellte ich den Futterteller näher zu mir und da Mama mit gutem Beispiel voran ging, wurden sie immer zahmer und ließen sich bald anfassen und hochheben.

Als sie acht Wochen alt waren und gut fraßen ließ ich Julchen kastrieren, denn die Kater trieben sich schon wieder bei uns rum und ich wollte diese Geschichte auf keinen Fall wiederholen.

Zwei kleine Kater hat meine Freundin genommen und die anderen beiden sind hier geblieben.

Mit sieben Monaten wurden auch sie kastriert und leben nun ausgesprochen zufrieden dort wo sie geboren wurden, auf dem Strohboden.

Julchen dagegen beschloß noch einmal umzuziehen. Und diesmal zu uns ins Haus.

Ich weiß eigentlich nicht so richtig wie sie das angestellt hat. Aber im Sommer, wenn die Türen oft aufstanden, schlich sie sich immer öfter ins Haus, versteckte sich irgentwo und versuchte unsichtbar zu sein.

Na ja und irgentwann gilt ja auch das Gewohnheitsrecht, oder?

 

Mama Julchen

 

 

 

Sohn Othello

 

 

 

Tochter Cleopatra, genannt Cleo